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Genro, Osho
Der Ursprung |
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Zen-Praxis Wie übt man Zen? Zazen übt man am besten in einem ruhigen Raum auf einem Kissen in
aufrechter Sitzhaltung
regungslos mit einer dicken Matte oder Decke als Unterlage. Die Beine werden in der so genannten Lotosstellung gekreuzt, wobei wichtig ist, dass die Knie fest auf dem Boden aufliegen.
Der Kopf wird gerade gehalten, das Kinn ist leicht zurückgezogen, so dass der Nacken gestreckt ist und die Ohren senkrecht über der Schulter stehen. Mit den Knien sinkt man förmlich in die Erde, wie die Wurzel eines Baumes, mit dem Oberkörper gleich eines Baumstammes aufrecht und mit dem Kopf gegen den Himmel zustreben. Die Hände bilden das
Meditationsmudra. Die linke Hand liegt in der rechten. Die Daumen berühren sich leicht an den Kuppen, so dass ein schönes Oval bebildet wird, das den Nabel umschließt. Die Ellbogen sind leicht nach außen gerichtet, denn die Arme sollen den Körper nicht berühren und die Achselhöhlen Raum für eine Faust bieten. Die Augen sind halb geöffnet. Der Blick ist unbewegt, aber entspannt etwa einen Meter vor dem Körper auf den Boden gerichtet.
Ausführlichere Anweisung geben erfahrene Praktizierende.
Beim Zazen konzentrieren wir uns anfangs auf die Atmung und erlauben den Atem ganz natürlich sanft fließen zu lassen. Diese Methode der Atembetrachtung wird auch in anderen Meditationsschulen angewendet. Zählen der Ausatmung von 1 bis 10 kann die Konzentration auf die Atmung unterstützen.
Der Zweck dieser Übung ist es, den unruhigen Geist zur Ruhe zu bringen, ihn zu "zähmen". Denn nur ein ruhiger Geist ist ein klarer Geist. Und erst wenn der Geist klar und gezähmt ist, können wir auch mit ihm arbeiten und mit dem eigentlichem Zazen beginnen. Wesentlich dabei ist es, das dualistisch diskriminierende Denken zurückzulassen. Im Zazen sollten wir unser "wahres" Wesen erkennen und es realisieren. Wir lernen, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind (Soheit). Normalerweise sehen wir die Dinge so, wie sie uns schlechthin erscheinen und wie wir sie interpretieren. Das führt allerdings oft zu Fehlinterpretationen und Missverständnissen. Durch Zazen lernen wir allmählich unsere eigenen Muster kennen, nach denen wir denken, reden und handeln. Wir erkennen auch, wo wir "festhängen". Denn gerade das Nicht-loslassen-Können, das Verhaftet-sein, ist es ja, das die meisten unserer Probleme schafft und so häufig zu leidvollen Erfahrungen führt! Das Erlernen und Ausüben der Zen-Praxis fordert von uns volles Engagement und eine ständig frisch bleibende Motivation. Geduld, Ausdauer, Disziplin, Neugier oder Wissensdurst und die ehrliche Bereitschaft, sein geliebtes Ego mehr und mehr aufzugeben, sind die wichtigsten Begleiter auf dem langen, anstrengenden, aber lohnenden Weg zur Befreiung von allem Leid und der Illusion des Ichs. Zen, so sagen die alten Meister, kann man nie genug üben, hat nichts "Mysteriöses", doch es macht erst unser Leben vollkommen. Wir müssen jedoch darauf verzichten, beim Zazen ein Ziel erreichen zu wollen – welches auch immer.
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